Jahresversammlung, 29.04.2019

Fest zum Ordensjubiläum gibt viel Zeit für Gespräche

Oelde/Vellern (gl). Im Zeichen des bevorstehenden Festes der Begegnung zum 50-jährigen Bestehen des Ordens der Dienerinnen der Armen am Sonntag, 12. Mai, in Oelde hat die Jahreshauptversammlung des Hilfswerks Schwester Petra gestanden. 20 Mitglieder konnte der Vorsitzende Dr. Thomas Rusche in Vellern begrüßen.

Das Fest beginnt am Muttertag mit einem Hochamt ab 11 Uhr in St. Johannes. Es folgt ab 12.45 Uhr ein Empfang im Paulusheim. Mit einem Musikprogramm und einem Mitmach-Zirkus sowie Kaffee und Kuchen sind auch Familien angesprochen. Eindrücke vom Indienbesuch im Januar schilderte Hildegard Micheel-Meier. Es seien viele Veränderungen in der Arbeit der Schwestern feststellbar, sagte sie.

Neue Gesetze, zum Beispiel zur Qualifikation des Personals in Heimen, gestalteten die Arbeit für die Ärmsten der Armen schwieriger. „Der Begriff der Armut muss neu definiert werden“, meinte Anne Wiemeyer, die im Januar mit ihrem Mann und ihren beiden indischen Adoptivtöchtern am Benefactors’ Day in Pattuvam teilgenommen hatte. Ehemalige Heimkinder hatten zu diesem Tag der Wohltäter eingeladen. Indien sei einerseits ein modernes Land mit positiven Entwicklungen, andererseits gebe es weiterhin viele Benachteiligte, betonte sie, und die Arbeit der Schwestern sei wichtiger denn je. Gemeinsam mit Peter Douglas Woznitza, der nach seiner Geburt in der Obhut der Schwestern aufgewachsen war und Gesicht des kürzlich gegründeten Förderkreises Schwester Petra ist, hat Anne Wiemeyer die Teilnahme von 80 Personen aus den Familien indischer Adoptivkinder am Jubiläumsfest am 12. Mai organisiert.

Wenig offizielle Reden und viel Zeit für Gespräche erwarten alle Teilnehmer. Schwester Therese berichtete über Neuigkeiten aus Indien. Auch die im Herbst 2018 gewählte neue Generaloberin Schwester Emestina wird am Fest der Begegnung in Oelde teilnehmen. Sie wird begleitet vom indischen Bischof Dr. Alex Vadakumthala vom Bistum Kannur, der gemeinsam mit Bischof Dr. Felix Genn das Hochamt zelebrieren wird. Bei der sich an die Jahreshauptversammlung anschließenden Sitzung der Schwester-Petra-Stiftung freuten sich der Vorsitzende Dr. Reinhold Festge und Geschäftsführer Elmar Nordhus-Westarp über eine positive Entwicklung. Die neue Generaloberin könne 35 000 Euro, die für die Jahre 2017 und 2018 ausgekehrt würden, für Projekte des Ordens verwenden, teilen die Verantwortlichen mit.

Dr. Rusche im Amt bestätigt

Oelde/Vellern (gl). Geschäftsführer Elmar Nordhus-Westarp stellte den Jahresabschluss 2018 vor, „der sich nicht verstecken muss“. Die Aktivitäten zum Katholikentag und vor allem die Erlöse durch die Aktion „Friedenskruste“ wirkten sich positiv aus. Mit mehr als 300 000 Euro konnten laut Bericht des Hilfswerks Projekte des Ordens unterstützt werden. Dem positiven Kassenprüfungsbericht und der Genehmigung des Jahresabschlusses folgte die Entlastung des Vorstands. Bei den Wahlen wurden der Vorsitzende Dr. Thomas Rusche sowie die Vorstandsmitglieder Dechant Karl Kemper, Andrea Stahnke, Geschäftsführer Elmar Nordhus-Westarp sowie die Kassenprüfer Klaus Suminski und Ralf Böckenholt in ihren Ämtern bestätigt. Mit 40 regelmäßigen Spendern läuft der neue Förderkreis gut an. Ab dem 6. Mai ist eine Ausstellung mit großformatigen Fotografien aus Indien von Brigitte Rühland im Mariannen-Krankenhaus in Werl zu sehen.

Quelle: Die Glocke, 04.05.2019